(c) Markus Bomholt für das Stadtmuseum Münster

Herzlichen Glückwunsch – 75 Jahre Grundgesetz
Westfälinnen und Westfalen im Parlamentarischen Rat
Eine moderierte Lesung mit Musik

Termine:
Mittwoch, 15. Mai 2024 und Donnerstag, 23. Mai 2024,
jeweils um 19 Uhr

Ort:
Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, 48143 Münster

Der Eintritt ist frei!

Konzept und Moderation: Dr. Barbara Rommé
Lesungen: Carsten Bender (Schauspieler und Sprecher) und Katharina Tiemann (Förderverein Stadtmuseum Münster)
Musik: Rolf Schorfheide (Elektrische Gitarre) und Jan Klare (Altsaxophon)

Anlässlich der 75. Wiederkehr der Verabschiedung des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat stehen einige Westfälinnen und Westfalen – die beiden Mütter des Grundgesetzes Friederike Nadig und Helene Wessel sowie Johannes Brockmann und Lambert Lensing – im Mittelpunkt der Veranstaltung, die an der Ausgestaltung des Grundgesetzes mitgewirkt haben. Sie waren demokratieerfahrene Persönlichkeiten, die oftmals schon in der Weimarer Republik im Reichstag oder im Provinziallandtag als Abgeordnete politische Erfahrungen gesammelt und in der NS-Zeit ihr Mandat und ihre Existenzen verloren hatten. Sie alle fühlten sich der gemeinsamen Idee verpflichtet, eine freiheitliche demokratische Grundordnung zu schaffen, in der Freiheit, Gleichheit und Toleranz auf Dauer garantiert sind. Gemeinsam haben sie mit dem Grundgesetz eine Verfassung geschaffen, die insbesondere bei den Grundrechten in den folgenden Jahrzehnten nur wenig Veränderung erfahren hat.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Rolf Schorfheide an der elektrischen Gitarre und Jan Klare am Altsaxophon mit bluesigen Interpretationen der deutschen Hymne. Zusätzlich werden Sprachsamples aus den Beratungen des Parlamentarischen Rates verwendet.

Eine Benefizveranstaltung des Förderverein Stadtmuseum Münster e.V.

(c) Christoph Otto Hetzel

Werkschau

Skulptur Zeichnung Graphik

03.05.-26.05.2024
Ausstellungshalle Hawerkamp

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Sa 15 – 18 Uhr / So 12 – 18 Uhr

Eröffnung: Freitag, 03.05.2024 um 19 Uhr
In der Ausstellungshalle Hawerkamp
Begrüßung: Christiane Schöpper
Einführung: Prof. Norbert Nowotsch
Musik: Markus Dassmann

Programm:
Sonntag, 05.05.2024 um 17 Uhr
„Ausgemergelt“ – Ein Postskriptum zu „Mit Droste im Glashaus“
Dialogische Lesung mit Carolin Wirth & Carsten Bender
Moderation: Prof. Rita Morrien
Mit „Ausgemergelt – ein Postskriptum zu „Mit Droste im Glashaus“ knüpfen wir an die intermediale Ausrichtung der dreiteiligen Ausstellungsreihe „Mit Droste im Glashaus. 21 Künstlerinnen und Künstler werfen Blicke“ an. Nach einem einführenden Kurzvortrag von Prof. Dr. Rita Morrien (Universität Paderborn) werden die Schauspielerin Carolin Wirth und der Schauspieler Carsten Bender Annette von Droste-Hülshoffs visionäres Gedicht „Die Mergelgrube“ (1842) und Marion Poschmanns endzeitliche Droste-Weiterschrift „Die Mergelgrenze“ (2021) rezitieren. Im Hintergrund wird gleichzeitig eine Projektion zu sehen sein, die Christoph Otto Hetzels langjährigen Bezug zu den Naturgedichten Droste-Hülshoffs visualisiert und Einblicke in sein aktuelles Normandie-Projekt „Vergangenheitsspuren – Bunkerfundstücke“ gibt. Im Anschluss an die Lesung/Installation gibt es die Gelegenheit zum Gespräch mit den Schauspieler:innen und dem ‚wilden Archivisten‘ Christoph Otto Hetzel.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter freuen sich über eine Spende.

Sonntag, 12.05.2024 um 15 Uhr
„WIEGA“ – Weppelmanns Gartenprojekt für Kinder geht weiter

Samstag, 18.05.2024 um 16 Uhr
„Pop Planet“(integrativ), Imposter Buoy, Hauptact (top secret),
anschließend integrative Disco mit DJ Andrémoda

Freitag, 24.05.2024 um 19 Uhr
maybe suprise
Samstag, 25.05.2024 um 18 Uhr
Konzert – 3rd of Shocktober mit Jan Klare/Tendei/Murphy
Sie reformieren den Jazz, A-Men, Snooze Alarm,
anschließend Disco mit DJ Andrémoda

Weitere Infos:
www.hetzelonline.com / www.mit-droste-im-glashaus.de
www.am-hawerkamp.de / Am Hawerkamp 31/ 48155 Münster

 

Foto (c) Dirk Bogdanski

Schatten des Schattens: Sprache in (post)kolonialen Zeiten
»Exotisches« Westfalen: August Erdland und der Kolonialismus
Lesung und Gespräch

 

Sonntag, 21. April 2024 – 15:00 Uhr

Haus Rüschhaus

Ticket: 5 €

Ticket buchen

Von Westfalen in die Südsee – der 1874 in Oelde geborene Bauernsohn August Erdland ging im Jahre 1900 für gut zehn Jahre als Missionar in die Südsee. Auf den Marshallinseln, gut 13.000 Kilometer von seiner Heimat entfernt, wurde er zum Schriftsteller. Die Inselgruppe im fernen Ozeanien, nördlich von Australien gelegen, wurde für ihn zu einer zweiten Heimat. Während Erdlands hochgeschätzte sprachliche und ethnologische Schriften sachlich abgefasst sind, präsentiert sich der Autor in seinen literarischen Südsee-Skizzen als unterhaltsamer Erzähler, der auch manche Anekdote einfließen lässt. Erdland liefert dabei realistische und keine geschönten Porträts einer Inselwelt, die alles andere als ein Paradies darstellte. Anders als viele Entdeckungsreisende lehnte Erdland das Überlegenheitsgefühl vieler weißer Kolonialisten ab und sprach den Insulanern ein Selbstbestimmungsrecht zu. Seine Ausführungen bereichern die aktuellen kritischen Debatten über die deutsche Kolonialgeschichte.
Der Literaturwissenschaftler Walter Gödden und der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender geben in einer kurzweiligen dialogischen Lesung Einblicke das Leben eines Missionars, der an seiner eigenen Mission scheiterte und dem Kolonialismus zusehends kritischer gegenüberstand.

In der Veranstaltungsreihe Schatten des Schattens fragen wir uns, wie stark koloniale Geschichte unsere Sprachen prägen und wie weit koloniale Muster in unser Alltagssprechen und auch in Literatur hineinreichen. Schatten des Schattens sieht Sprache aber auch als Teil des großen Prozesses der Dekolonisierung. Das zweijährige Projekt verfolgt in Gesprächen und künstlerischen Beiträgen historische Spuren in der Sprache – zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen Westfalen und der Welt.

mit
Walter Gödden
Carsten Bender

Die Veranstaltung gehört zum Projekt Schatten des Schattens: Sprache in (post)kolonialen Zeiten, einer Kooperation von Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL), der LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens und dem Germanistischen Institut der Universität Münster, gefördert durch die LWL-Kulturstiftung im Rahmen von »POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe« und der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost.

Hinweis:
Vor Ort ist nur Barzahlung möglich.

Nedim Şahin (Gesang, Bağlama) und Cevdet Aksoy (Rezitation)

Das Vorlese-Café auf Türkisch und Deutsch 
Lesung aus dem Roman „Memed mein Falke“ („Ince Memed I“) von Yașar Kemal (1923-2015)
Musik: Nedim Şahin (Gesang, Bağlama)

Moderation: Tanja Stermann (Gründerin des Vorlese-Cafés)


Kostenlose Tickets: Localticketing
Termin und Ort:
Freitag, 12. April 2024, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:15 Uhr)
im Theaterraum des Begegnungszentrums Meerwiese,
An der Meerwiese 25, 48157 Münster
Yaşar Kemal wird der »Sänger und Chronist seines Landes« genannt. Er wurde 1923 im südanatolischen Dorf Hemite (heute Gökçedam) geboren. Seine Werke erschienen in zahlreichen Sprachen und wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.
1997 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Laudatio auf Yaşar Kemal hielt Günter Grass. 2008 wurde er mit dem Türkischen Staatspreis geehrt. Er starb in Istanbul am 28. Februar 2015.
Yaşar Kemal begann sein literarisches Schaffen als Dichter und fand schließlichüber die Kurzgeschichte zum Roman. Heute gilt er als einer seiner bedeutendsten türkischen Vertreter. Es ist ihm gelungen, die traditionelle Volksdichtung in den türkischen Roman einzubetten. Diese traditionelle Volksdichtung wird aufgrund ihres oralen Charakters vom Volkssänger getragen und setzt sich aus anatolischen Volksliedern, Mythen und Legenden zusammen.
Yaşar Kemal webt diese Volksdichtung in seine Romanhandlung ein und erzeugt auf diese Weise ein einzigartiges literarisches Werk vom Weltrang.
Yaşar Kemal ist kein Moralist, kein literarischer Agitator, er ist ein Dichter, der uns Menschen zeigt, was an uns menschlich und was in uns unmenschlich ist. Vor seinen Büchern, und oft genug auch vor ihm selbst, werden wir wieder zu Kindern, die über die Wunder dieser Welt staunen und über ihrem Schrecken den Atem anhalten.“
(Lucien Leitess, Gründer des Unionsverlages, in dem die ins Deutsche übersetzten Werke von Yaşar Kemal erschienen sind). 
Sein erster Roman namens „Ince Memed“ (in deutscher Übersetzung als „Memed mein Falke“) erschien 1955. Mit diesem Roman gelang Yaşar Kemal der literarische Durchbruch. Das Buch wurde auf Empfehlung der UNESCO und des internationalen PEN-Clubs in mehr als 30 Sprachen übersetzt und von Peter Ustinov mit sich selbst in einer der Hauptrollen verfilmt.
An einer Promenade in Gökçedam, im Geburtsort seines Erfinders Yaşar Kemal, wurde ein Denkmal für seine berühmte Romanfigur Ince Memed errichtet. Seine Figuren leben im kollektiven Gedächtnis weiter. Ince Memed, anfangs noch ein armer, ängstlicher Bauernsohn aus dem abgelegenen Dorf des anatolischen Taurusgebirges, wurde zur Symbolfigur und zum Hoffnungsträger im ewigen Kampf der Unterdrückten gegen die Unterdrücker, die Feudalherren, die sich skrupellos immer mehr bereichern und hemmungslos ihre Macht ausüben. Yaşar Kemal hat im Zeitraum von 1955 bis 1987 die Tetralogie „Ince Memed“ verfaßt. Alle vier Bände des Memed-Zyklus wurden auch ins Deutsche übersetzt unter den Titeln: „Memed mein Falke“, „Die Disteln brennen“, „Das Reich der Vierzig Augen“, „Der letzte Flug des Falken“.
Cevdet Aksoy wird beim Vorlese-Café ausgewählte Passagen aus dem Roman „Memed mein Falke“ in türkischer Sprache vortragen. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender präsentiert sie anschließend in deutscher Sprache.
Der Abend wird umrahmt und getragen von musikalischen Darbietungen des Sängers, Bağlama-Spielers und Komponisten Nedim Şahin.
Nedim Şahin wurde im Osten der Türkei (Tunceli/Ovacık) geboren. Durch seinen Vater, der selbst die Bağlama spielte und ebenfalls sang, wurde sein Interesse an Musik geweckt. Bereits im Kindes- und Jugendalter brachte Nedim Şahin sich das Bağlamaspielen selbst bei und begann dabei, türkische und kurdische Volkslieder auf verschiedenen Veranstaltungen vorzutragen. Im Zeitraum von 2007 bis 2010 besuchte er die Musikakademie Bremen und bildete sich professionell weiter. Als Musiklehrer gibt er Bağlamakurse in Münster, Gütersloh und Marl. 2020 brachte er sein erstes Album heraus, auf dem auch seine selbstkomponierten Lieder erschienen sind.
Veranstalter: Kulturinitiative Coerde | www.kultur-coerde.de
Veranstaltungsort:
Theater in der Meerwiese
An der Meerwiese 25
48157 Münster

Weiterer Termin des Vorlese-Cafés im ersten Halbjahr 2024:
Freitag, 21.06.2024, 19:30 Uhr: Vorlese-Café – N.N.

Ulf Torhaug – Neffe des Autors von „Stubbebrytere“, Per Torhaug – (c) Ulf Torhaug

Lesung aus Per Torhaugs „Stubbebrytere“/“Das Waldkommando“
Das Buch schildert den Aufenthalt eines jungen Norwegers im KZ Sachsenhausen in Romanform. Per Torhaug, der Autor von „Stubbebrytere“/“Das Waldkommando“ wurde 1942 im Alter von 23 Jahren verhaftet und nach Deutschland deportiert, im August 1944 kam er nach Sachsenhausen.
Sein Roman über das KZ Sachsenhausen erschien 1961 in Norwegen. Die deutsche Ausgabe erschien 2004.Norbert Nowotsch gibt eine Einführung in das Werk und moderiert den Abend. Carsten Bender liest Auszüge aus dem Roman in deutscher Übersetzung. Ulf Torhaug, der Neffe des Autors, wird für die Lesung in Münster zu Gast sein und einige Passagen im norwegischen Original zu Gehör bringen.
Termin: 10.04.2024, 19:00 Uhr
Ort: Rüstkammer im Stadtweinhaus, Prinzipalmarkt 6-7, 48143 MünsterEintritt frei, Spenden erbeten

Organisation: Prof. Norbert Nowotsch und Partnerschaftsverein Münster-Kristiansand e. V.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Stadt Münster.

Vorlese-Café auf Serbisch und Deutsch
Lesung aus dem Roman „Garten, Asche“ („Bašta, pepeo“) von Danilo Kiš (1935-1989)
Musik: Lydia Fischer (Klavier)
Moderation: Tanja Stermann (Gründerin des Vorlese-Cafés)

Kostenlose Tickets:
Localticketing

Termin und Ort:
Freitag, 16. Februar 2024, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:15 Uhr)
im Theaterraum des Begegnungszentrums Meerwiese,
An der Meerwiese 25, 48157 Münster
Danilo Kiš zählt zu den bedeutendsten serbischen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1935 in Subotica, im Norden des heutigen Serbiens geboren, damals noch im Königreich Jugoslawien. Er studierte in Belgrad Vergleichende Literaturwissenschaft und war auch als literarischer Übersetzer aus dem Ungarischen, Französischen und Russischen tätig. Als Lektor für Serbokroatisch und jugoslawische Literatur arbeitete er an den Universitäten Straßburg, Bordeaux und Lille.

Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Gedichte.

Im Jahr 1962 veröffentlichte er seine ersten Romane „Die Dachkammer“ und „Psalm 44“. Zu den bekanntesten Werken dieses Autors zählen „Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch“ (1976) und „Die Enzyklopädie der Toten“ (1983). Zusammen mit seinen anderen Werken wurden sie weltweit in viele Sprachen übersetzt. Danilo Kiš starb 1989 in Paris.
An diesem Abend befasst sich das Vorlese-Café mit einem Werk aus seiner Familientrilogie, welche sich aus den folgenden Werken zusammensetzt: dem Roman „Garten, Asche“ (1965), der Erzählsammlung „Frühe Leiden“ (1969) und dem Roman „Sanduhr“ (1972).

Diese Werke weisen starke autobiographische Züge auf, in denen der Autor auf drei unterschiedliche Weisen die Erinnerungen, Erfahrungen und Traumata seiner Kindheit zeichnet. Seine frühen Lebensjahre waren von der Kriegszeit, der Pogrome, der ständigen Flucht der Familie und vom Verlust des Vaters gekennzeichnet, der als ungarischer Jude, wie der Großteil seiner Familie, 1944 in Auschwitz umkommt und so eine große Lücke im Leben der Familie hinterlässt.

Im Roman „Garten, Asche“ erzählt Danilo Kiš durch die Augen des Kindes, aber auch mit dem Blick des heranwachsenden, reifenden Erzählers. Es entsteht eine einzigartige poetische Rekonstruktion der Kindheitserlebnisse, in der sich im Erzählstil lyrische, parodistische, melancholische, analytische Umrisse begegnen.

Der Schatten der politischen Geschehnisse schwebt zwar beständig über dem Text, ist jedoch häufig nur zu erahnen. Den Leser*innen bietet sich der bedrückende geschichtliche Stoff in unzähligen Metaphern, Symbolen und Andeutungen dar, deren Entschlüsselung sie anrührt und die Familiengeschichte des jungen Andreas Sam auch als eigenes oder universelles Schicksal erspüren lässt.  Nach dem „Weggang“ des Vaters wird diese Vaterfigur zunehmend zu einem Mythos aufgebaut, durch den die Sehnsüchte und die nicht endende Suche der Hinterbliebenen zum Ausdruck gebracht werden.

Tanja Stermann wird ausgewählte Passagen aus dem Roman „Garten, Asche“ in serbischer Sprache vortragen. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender präsentiert sie anschließend in deutscher Sprache.
Die Pianistin Lydia Fischer aus Münster wird den Abend musikalisch gestalten und das Werk „Metamorphosis“ – die fünfteilige Komposition für Soloklavier des amerikanischen Komponisten Philip Glass (*1937) aufführen. Dieses Werk wurde ursprünglich 1988 als Teil des Albums „Solo Piano“ veröffentlicht und hat sich seitdem zu einem seiner beliebtesten Werke entwickelt.
Veranstalter: Kulturinitiative Coerde | www.kultur-coerde.de
Veranstaltungsort:
Theater in der Meerwiese
An der Meerwiese 25
48157 Münster

Weitere Termine des Vorlese-Cafés im ersten Halbjahr 2024:
Freitag, 01.03.2024, 19:30 Uhr: Vorlese-Café – Spezialausgabe Rumi: „Du wurdest mit Flügeln geboren“
Freitag, 12.04.2024, 19:30 Uhr: Vorlese-Café – voraussichtlich Türkisch und Deutsch
Freitag, 21.06.2024, 19:30 Uhr: Vorlese-Café – N.N.

Lesung und Gespräch mit Boualem Sansal
Dienstag, 30. Januar 2024, 18:15 Uhr

Ort
Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters
Raum JO 1
Johannisstraße 4, 48143 Münster

Der Eintritt ist frei.

Eröffnung
Prof. Dr. Michael Seewald, Sprecher des
Exzellenzclusters „Religion und Politik“

Einführung
Prof. Dr. Karin Westerwelle

Boualem Sansal liest aus seinem Werk
2084. Das Ende der Welt (2015)
Rue Darwin (2011)
Harraga (2005)
Abraham oder Der fünfte Bund (2020)
Vivre. Le compte à rebours (erscheint im Januar 2024)

Carsten Bender, Schauspieler und Sprecher, liest die deutschsprachigen Texte.

Moderation und Übersetzung
PD Dr. Pia Claudia Doering
Prof. Dr. Karin Westerwelle

Der Abend findet in französischer und deutscher Sprache statt.

Organisation
Exzellenzcluster „Religion und Politik“
Prof. Dr. Karin Westerwelle
Johannisstraße 1, 48143 Münster
Tel: +49 251 83-23376
religionundpolitik@uni-muenster.de
@religionundpolitik | @religionpolitik
www.religion-und-politik.de

In Kooperation mit dem Institut français.

Das Vorlese-Café auf Portugiesisch und Deutsch 
Lesung der ausgewählten Gedichte und Texte 
von Vinícius de Moraes (1913-1980)
Musik: Mara Minjoli (Gesang), João Luis Nogueira Pinto (Gitarre)
am 17. November 2023, Beginn um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:15 Uhr)
Kostenlose Tickets auf: Localticketing
An diesem Abend widmet sich das Vorlese-Café den Gedichten, Texten und Liedern des brasilianischen Dichters, Komponisten, Interpreten und Diplomaten Vinícius de Moraes. Er gilt als eine der herausragenden und vielseitigen Persönlichkeiten der brasilianischen Kulturszene des 20. Jahrhunderts. Es ist ihm gelungen, eine einzigartige Verschmelzung zwischen Dichtkunst und der Musik zu schaffen, die ihm und der Schönheit in seinen Versen große Beliebtheit bescherte und der Musikwelt neue Möglichkeiten gab, die bis heute unzählige Künstler*innen inspirieren. Neben Antônio Carlos („Tom“) Jobim und João Gilberto gilt Vinícius de Moraes auch als einer der Begründer der Bossa Nova. Zusammen mit Baden Powell schrieb er die Afro Sambas, inspiriert von der kulturellen und musikalischen Tradition Bahias im brasilianischen Nordosten.
Vinícus de Moraes wurde 1913 in Rio de Janeiro geboren. Er studierte Jura in Rio de Janeiro und später auch englische Literatur in Oxford. Sein erster Gedichtband erschien 1933. Im Jahre 1943 trat er in den Diplomatischen Dienst, der ihn nach Los Angeles, Paris und Montevideo führte. Er arbeitete nebenbei als Journalist und schrieb u.a. das Theaterstück „Orfeu da Conceição“, das wenig später von Marcel Camus unter dem Namen „Orfeu Negro“ für das Kino adaptiert wurde.
Im Nachbarviertel von Copacabana, dem damaligen Künstlerviertel Ipanema, schrieb er 1962 den Text für den von Antônio Carlos Jobim komponierten weltberühmten Klassiker „Garota de Ipanema“ („The Girl from Ipanema“).
Ende der 60er Jahre erreichte seine Popularität einen Höhepunkt, Fernsehteams aus der ganzen Welt interviewen ihn, seine Schallplatten haben größten Umsatz, seine Bücher werden verkauft und gelesen, überall werden seine Lieder gesungen. Vinícus de Moraes starb 1980 in Rio de Janeiro.
Adriana Carla Marinho Pereira Schulten wird beim Vorlese-Café ausgewählte Gedichte und Texte von Vinícus de Moraes in portugiesischer Sprache vortragen. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender präsentiert sie anschließend in deutscher Sprache. Die Erfinderin der Vorlese-Café-Reihe, Tanja Stermann, führt durch das Programm.
Das Publikum darf sich außerdem auf eine stimmungsvolle musikalische Reise in die Welt der brasilianischen Populärmusik mit der Sängerin Mara Minjoli und dem Gitarristen João Luís Nogueira Pinto freuen. Die beiden haben das legendäre Album “Os Afro Sambas” des brasilianischen Komponisten und Gitarristen Baden Powell (1937-2000) und des Poeten Vinícius de Moraes (erschienen 1966) neu arrangiert. Die Musik vereint Elemente europäischer Harmonik mit afrikanischen Rhythmen und bezieht sich auf Themen der aus Westafrika stammenden Orisha-Religion. Das Mara Minjoli & João Luís Quintet brachte auch einen Tonträger zu dieser Musik unter dem Titel „Afro Sambas“ heraus.

Veranstaltungsort

Theater in der Meerwiese

An der Meerwiese 25

48157 Münster

Wohlsein! – 100 Jahre Loriot
Benefizveranstaltung für den Förderverein Stadtmuseum Münster e. V.
mit Barbara Rommé, Katharina Tiemann und Carsten Bender

Das Stadtmuseum Münster  lädt am Sonntag, 12. November 2023, um 16 Uhr in das Café Müller – zu finden im 2. OG der Schausammlung – ein.
Katharina Tiemann und Carsten Bender lesen Sketche wie „Der Lottogewinner“ oder „Herren im Bad“!

Die Spenden kommen dem Förderverein zugute, der das Stadtmuseum Münster bei Ausstellungen, Publikationen und Forschungen unterstützt.

Da im Café Müller nur eine sehr begrenzte Anzahl von Menschen Platz findet, bittet das Stadtmuseum Münster um Anmeldung bis zum 8. November per Mail an: zusage@foerderverein-stadtmuseum.de oder per Telefon: 0251/492-4501.

Foto (c) Klaus Pfeiffer

Hartmann & Konsorten präsentieren
Himmel über Charkiw – von Serhij Zhadan
Lesung mit Pitt Hartmann & Carsten Bender

Für ein Tagebuch fehlt ihm die Zeit. Serhij Zhadan, ukrainischer und international ausgezeichneter Autor, ist seit dem 24. Februar 2022 Tag und Nacht im beschossenen Charkiw, der Stadt, in der lebt, unterwegs – nicht nur als Beobachter, sondern vor allem als aktiver Zivilist, der bei Evakuierungen hilft, Lebensmittel verteilt, Leistungen an das Militär organisiert und koordiniert, Konzerte in U-Bahnhöfen gibt und sich vor allem um die Kinder kümmert. Seine kurzen, täglichen Posts in den sozialen Netzwerken dokumentieren seine Wege durch die Stadt, seine Erlebnisse und Beobachtungen: eine Chronik der laufenden Ereignisse, Nachrichten vom alltäglichen Überleben im Krieg, keine Erzählung, sondern Protokoll. Und immer wieder richtet sich der Blick in den Himmel über Charkiw.

Unter dem Titel „Himmel über Charkiw“ hat der Suhrkamp Verlag im Herbst 2022 die Facebookposts Zhadans aus den ersten vier Monaten des Krieges in einem Buch veröffentlicht. Anlässlich des Gedenkens an den 375. Jahrestag des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück lesen Pitt Hartmann und Carsten Bender Zhadans Nachrichten vom Alltag im Krieg.
„Der Krieg ringt mit der Sprache. (…) Du findest nicht die richtigen Worte, um zu erspüren, zu erraten, was du siehst, was in dein Blickfeld kommt, hastig und chaotisch in den Fokus gerät. Das kann man wohl kaum Literatur nennen. Aber es benötigt auch keine genaue Bestimmung, finde ich.“ schreibt Zhadan im Nachwort.

Sonntag, 19. November 2023, 15:00 Uhr

Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, 48147 Münster

Tickets erhätlich über localticketing

Es lesen: Pitt Hartmann und Carsten Bender
Fassung, Dramaturgie und Regie: Mechtild Janssen

Eine Produktion von Hartmann & Konsorten
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster

Rechtehinweis:
Serhij Zhadan, „Himmel über Charkiw. Nachrichten vom Überleben im Krieg“
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr, Juri Durkot und Claudia Dathe
© Suhrkamp Verlag Berlin, 2022

Herzlichen Dank an Alexandra Murphy vom Suhrkamp Verlag!