Verein zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V. präsentiert
Kein Reben-, sondern ein Reckenland …
Westfalenbilder in der Literatur

In ihrer dialogischen Lesung stellen Literaturwissenschaftler Walter Gödden und Schauspieler Carsten Bender Westfalenbilder aus verschiedenen literarischen Epochen vor. Sie rezitieren westfälische Autorinnen und Autoren, die „ihr“ Westfalen beschreiben, und Literatinnen und Literaten, die einen Blick von außen auf die Region werfen. Der eine Sprecher weiß etwas mehr als sein Gegenüber, der nachfragt, verallgemeinert oder (satirisch) literarische Zitate einstreut. Eine launige Lesung, die Literaturgeschichte mit Fragen zur westfälischen Identität verbindet. Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 „1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Eine Produktion des gemeinnützigen Vereins zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V.
https://rieselfelder-kulturtage.de/verein

Terminübersicht:

Mittwoch, 2. April 2025, 19:30 Uhr: Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V. | www.wlb.de

Freitag, 4. April 2025, 19 Uhr: Herrenhaus Harkotten in Sassenberg | harkotten.eu

Samstag, 5. April 2025, 18 Uhr: Museum Huelsmann in Bielefeld | www.museumhuelsmann.de

Sonntag, 18. Mai 2025, 17 Uhr: Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde | www.kulturgut-nottbeck.de

Montag, 19. Mai 2025, 19 Uhr: Fontane-Literaturkreis in Bocholt | www.fontanekreis-bocholt.de

Donnerstag, 7. August 2025, 19 Uhr: Rieselfelder Kulturtage 2025 in Münster | rieselfelder-kulturtage.de

Donnerstag, 4. September 2025, 19:30 Uhr: Literaturbüro OWL in Detmold | www.literaturbuero-owl.de

Freitag, 12. September 2025, 19 Uhr: Hille-Haus in Nieheim | peter-hille-gesellschaft.de

 

Foto: Dirk Bogdanski

Grafikdesign Plakat und Flyer: Britta Biermann unter Verwendung eines Fotos von (c) Jörg Kersten

Mohaddeseh Hossini
Fliegen im Fallen
Musikalische Lesung auf Persisch und Deutsch

Die junge Dichterin Mohaddeseh Hossini stellt auf Persisch und Deutsch Texte aus eigener Feder vor – begleitet von Alanna Dongowski und Stijn Bovenkamp an der Harfe. Der Titel des kurzen Prosawerks »Fliegen im Fallen« steht beispielhaft für die Qualität der Texte Hossinis: die, die zuhören, fallen in ein tiefes Loch, werden jedoch aufgefangen und fliegen mit sanftem Optimismus einer ungewissen Zukunft entgegen … Das Programm setzt Empathie an die Stelle von Polarisierung und schafft so eine Basis für gegenseitige Anteilnahme, die wiederum eine wichtige Voraussetzung ist für ein friedliches Miteinander in der Stadtgesellschaft.

Termin:
Sonntag, 9. März 2025, 18:00 Uhr

Ort:
Alte Synagoge
Synagogenstraße 11
48317 Drensteinfurt

Eintritt frei, Spenden willkommen!

Es lesen: Mohaddeseh Hossini, Barbara Kemmler und Carsten Bender
Harfe: Alanna Dongowski und Stijn Bovenkamp
Regie: Barbara Kemmler

© Alle Texte: Mohaddeseh Hossini.

Eine Produktion von GLOSTER
in Kooperation mit Cactus Junges Theater

Gefördert von
Kulturamt der Stadt Münster
Minister für Bundes. und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Engagement Global

Unterstützt von
Persisch-Deutsche Kulturbrücke Poll e. V.
Beirat für Entwicklungszusammenarbeit
Integrationsrat Münster

Eine Veranstaltung von:
Stadt Drensteinfurt und Deutsch-Ausländischer Freundeskreis Drensteinfurt e.V. | https://www.daf-drensteinfurt.de/

 

 

© Erika Schmied

 

Verein zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V. präsentiert

Peter Kurzecks „Parisbuch“: Frankfurt-Paris-Frankfurt
Aufbruch nach Paris – alles leuchtet
Buchvorstellung mit Lesung und Gespräch

Der Schriftsteller Peter Kurzeck (1943-2013) hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Alte Jahrhundert – gemeint ist das 20. Jahrhundert – literarisch festzuhalten. Zu Lebzeiten konnte er fünf der auf zwölf Bände angelegten Reihe vorlegen. Seit einigen Jahren erscheinen nun postume Bände auf der Basis der umfangreichen Notizen des Autors. Das jüngst herausgekommene „Frankfurt-Paris-Frankfurt“ – sein sogenanntes Parisbuch – stellen Kurzecks langjähriger Lektor und auch Herausgeber der postumen Bände, Rudi Deuble, und der Schauspieler Carsten Bender vor: Der Aufbruch des jungen Peter Kurzeck nach Paris und – nach seiner Rückkehr – sein Aufbruch in ein Leben als Schriftsteller.
Dann Paris, und der Himmel fängt an zu leuchten. Mit ihm die Bars, die Nächte, die Märkte, das Essen, französische Zigaretten und das Leben.

Die Lesung und der Abdruck des Zitats aus Frankfurt-Paris-Frankfurt erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main.

Termin:
Mittwoch, 12. März 2025, um 20 Uhr

Ort:
ROSTA Buchladen
Aegidiistraße 12
48143 Münster

Eintritt:
Vorverkauf und Abendkasse im ROSTA Buchladen: 5,00 € Einheitspreis

Eine Veranstaltung von aufbrüche – literaturfestival [lila we:] 2025, gefördert von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr „1250 Jahre Westfalen“. Schirmherr dieses Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Förderer des Festivals sind das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Sparkassenverband Westfalen-Lippe und die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung.

Eine Produktion des gemeinnützigen Vereins zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V.

Unterstützt vom ROSTA Buchladen

 

Auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2000 probiert Pter Kurzeck die afghanische Kopfbedeckung Rudi Deubles an. Foto (c) Ute Schendel

Das Vorlese-Café auf Serbisch und Deutsch
Lesung aus dem Roman „Sanduhr“ („Peščanik“) von Danilo Kiš (1935-1989)
Musik: Lydia Fischer (Klavier)
Moderation:Tanja Stermann (Gründerin des Vorlese-Cafés)

Termin:
Freitag,  28. März 2025, 19:30 Uhr

Ticket:
Kostenloses Zählticket buchen auf Localticketing, sobald die Buchungsmöglichkeit besteht.

Ort:
Theater in der Meerwiese
An der Meerwiese 25
48157 Münster


Danilo Kiš
 zählt zu den bedeutendsten serbischen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1935 in Subotica, im Norden des heutigen Serbiens geboren, damals noch im Königreich Jugoslawien. Er studierte in Belgrad Vergleichende Literaturwissenschaft und war auch als literarischer Übersetzer aus dem Ungarischen, Französischen und Russischen tätig. Als Lektor für Serbokroatisch und jugoslawische Literatur arbeitete er an den Universitäten Straßburg, Bordeaux und Lille.

Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Gedichte.

Im Jahr 1962 veröffentlichte er seine ersten Romane „Die Dachkammer“ und „Psalm 44“. Zu den bekanntesten Werken des Autors zählen „Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch“ (1976) und „Die Enzyklopädie der Toten“(1983). Zusammen mit seinen anderen Werken wurden sie weltweit in viele Sprachen übersetzt. Danilo Kiš starb 1989 in Paris.

An diesem Abend befasst sich das Vorlese-Café mit dem letzten Teil seiner Familientrilogie, welche sich aus den folgenden Werken zusammensetzt: dem Roman „Garten, Asche“ (1965), der Erzählsammlung „Frühe Leiden“ (1969) und dem Roman „Sanduhr“ (1972).

Jedes dieser Werke weist starke autobiographische Züge auf, in denen der Autor auf drei unterschiedliche Weisen die Erinnerungen, Erfahrungen und Traumata seiner Kindheit nachzeichnet. Seine frühen Lebensjahre waren von der Kriegszeit, den Pogromen, der ständigen Flucht der Familie und vom Verlust des Vaters gekennzeichnet, der als ungarischer Jude, wie der Großteil seiner Familie, 1944 in Auschwitz ermordet wird und so eine große Lücke im Leben der Familie hinterlässt.

In einem Interview aus dem Jahr 1973 erzählt Danilo Kiš: „Und schon das Wort peščanik mit all seinen Bedeutungen ist im Grunde eine Metapher für den Riß; peščanik als Sandstein, als Wand aus Sand, ist ein Resultat geologischer Erschütterungen und Zerklüftungen, peščanik als Sanduhr ist ein Riß, durch den der Sand fließt, die Zeit; Sanduhr ist das Bild einer zerrissenen Zeit, zerrissener Menschen und ihres zerrissenen Schöpfers. „Sanduhr“ ist der vollkommene Riß!“*

In einem weiteren Interview beschreibt Danilo Kiš das letzte Buch dieser Trilogie, „Sanduhr“, als eine Art Exegese eines authentischen Briefes, den sein Vater am 5. April 1942 schrieb und den wir am Ende des Romans vorfinden.**

Tanja Stermann wird ausgewählte Passagen aus dem Roman „Sanduhr“ in serbischer Sprache vortragen. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender präsentiert sie anschließend in deutscher Sprache.

Die Pianistin Lydia Fischer aus Münster wird den Abend musikalisch gestalten und das Werk „The Hours“ (2002), die Fassung für Soloklavier, des US-amerikanischen Komponisten Philip Glass (*1937) zur Aufführung bringen.

Fußnoten:
*Danilo Kiš: Homo poeticus, Gespräche und Essays – Sanduhr ist der vollkommene Riß, S. 154, C.Hanser Verlag, 1994
** Danilo Kiš: Homo poeticus, Gespräche und Essays – Zwischen Politik und Poetik, S. 234, C.Hanser Verlag, 1994

 

Eine Veranstaltung der Kulturinitiative Coerde
www.kultur-coerde.de

 

Der Eintritt zum Vorlese-Café ist kostenfrei! Im Anschluss an die Vorstellung wird um Spenden gebeten!

 

Weiterer Vorlese-Café-Termin zum Vormerken:
Freitag, 13. Juni 2025, 19:30 Uhr

Foto (c) Jörg Kersten

 

Lesung mit Carsten Bender in der Heimat 3.0

Auf den Spuren der alten Reinigung

»Noch ein Geheimnis« von Raymond Carver und »Tricks« von Alice Munro
Der freie Schauspieler und Rezitator Carsten Bender (Münster) hat ein Gedicht des US-amerikanischen Dichters Raymond Carver (1938-1988) und eine Kurzgeschichte der kanadischen Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro (1931-2024) für seine Lesung in der Heimat 3.0 ausgewählt und dabei inhaltlich an die vormalige Nutzung des Ladenlokals als Textilreinigung angeknüpft: Bietet in Carvers Gedicht »Noch ein Geheimnis« ein soeben aus der Reinigung abgeholter Anzug eine geheimnisvolle Verbindung in eine vergangene Welt, spielt in Munros Geschichte »Tricks« ein grünes Kleid, das nicht rechtzeitig gereinigt werden konnte, die Hauptrolle.
Dauer der Lesung: 70 Minuten
Eine Pause
Termin:
Montag, 17. Februar 2025, 19 Uhr
Eintritt frei, Spenden für die Heimat 3.0 erbeten
Ort:
Heimat 3.0
Hohe Straße 21
48366 Laer

Rechtehinweise:
Die Lesung von Raymond Carvers Gedicht »Noch ein Geheimnis« erfolgt mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag. (c) S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2013. Aus dem Amerikanischen von Helmut Frielinghaus.
Die Lesung von Alice Munros Kurzgeschichte »Tricks« erfolgt mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag. (c) S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2006. Aus dem Englischen von Heidi Zerning.

 

Foto (c) Dirk Bogdanski

Versierter Botaniker und Freund der Droste – Die vielen Talente des Botanikers Clemens von Bönninghausen

Die Geschichte dieses Literarischen Bühnenstückes liest sich wie ein Märchen. Ein Verwaltungsbeamter entwickelt sich zu einem fachlich versierten Agronomen, wendet sich dann der Botanik und anschließend der Homöopathie zu. Seine erste Patientin ist ausgerechnet Annette von Droste-Hülshoff, die dem Laien-Mediziner lebenslang die Treue hielt und wiederholt betont, dass sie allein ihm den Fortbestand ihres Lebens zu verdanken habe. Die Rede ist von CIemens von Bönninghausen (1785-1864), der in Münster und auf seinem Landsitz Darup eine homöopathische Praxis unterhielt, zu deren Patienten auch die französische Kaiserin Eugénie gehörte.

In ihrer dialogischen Lesung beleuchten der Schauspieler und Rezitator Carsten Bender und der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Walter Gödden die vielen Seiten des westfälischen Universalisten, dessen Ruf weit über Westfalen ausstrahlte. Eine besondere Rolle spielen dabei seine botanischen Interessen: In seinem Werk „Prodromus florae monasteriensis westphalorum“ bestimmte der rastlos tätige Forscher 1.200 westfälische Pflanzenarten.

Ein breites Themenspektrum also, das ebenso informative wie unterhaltsame Einblicke in das Leben und Wirken einer schillernden Persönlichkeit bietet, deren Umtriebigkeit und Einfluss ihresgleichen sucht.

Ort: Alter Hof Schoppmann (Tenne), Am Hagenbach 11, 48301 Nottuln-Darup

Termin: Sonntag, 02. Februar 2025, 16:00 – 18:00 Uhr

Eintritt frei (Förderung durch den LWL-Naturfonds), keine Anmeldung notwendig

Ausstellung:
Es besteht vorher die Möglichkeit, sich die mit dem Botaniker Bönninghausen verbundene Ausstellung „Wo die wilden Pflanzen leb(t)en“ des Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. anzuschauen.

Öffnungszeiten 10:00 – 18:00, Eintritt frei (Förderung durch den LWL-Naturfonds)

Das Café Hof Schoppmann ist ebenfalls bis 18:00 geöffnet.

Clemens Maria Franz von Bönninghausen

Das Vorlese-Café auf Persisch und Deutsch
Lesung ausgewählter Vierzeiler von Omar Khayyam (1048-1131) und von drei Gedichten Mohaddeseh Hossinis (*2001)
Musik: Ensemble & Chor Delnavazan“ unter der Leitung von Kamand Hadipour (Gesang, Setar)
Moderation: Tanja Stermann (Gründerin des Vorlese-Cafés)

Freitag, 29. November 2024, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:15 Uhr)

Theater in der Meerwiese
An der Meerwiese 25
48157 Münster

Über diesen Link können Sie ein kostenloses Ticket buchen: Vorlese-Café-Ticket

Omar Khayyam wurde am 18. Mai 1048 in Nishapur, einer Stadt im Nordosten des heutigen Iran, geboren. Er war nicht nur Mathematiker, Astronom, Philosoph und politischer Berater, sondern auch sehr kreativ und schrieb Gedichte, die sogenannten Rubaiyat (Vierzeiler). Eine Sammlung dieser Vierzeiler wurde mittlerweile in viele Sprachen übersetzt und fesselt weiterhin mit Themen wie Liebe, Sterblichkeit und dem Streben nach Wissen.

Khayyams Poesie reflektiert oft die Vergänglichkeit des Daseins und die Wichtigkeit, im Moment zu leben. Die Themen des Rubaiyat finden beim Publikum aller Kulturen und Epochen Anklang und unterstreichen die universelle Anziehungskraft Omar Khayyams, der als Universalgelehrter in seinem Werk die Grenzen von Mathematik, Astronomie und Poesie überschritt. Seine Lösungen kubischer Gleichungen und seine Kalenderreform waren Pionierleistungen, die die Wissenschaftsgeschichte dauerhaft prägten. Seine Lyrik mit ihrer philosophischen Tiefe und lyrischen Schönheit inspiriert nach wie vor Menschen weltweit.

In der Stadt Nishapur wurde das Mausoleum von Omar Khayyam aus weißem Marmor über seinem Grabstein errichtet. Dieses Mausoleum ist ein Symbol der modernen persischen Architektur und Teil des nationalen Erbes des Iran.

Mehrnaz Hadipour wird gemeinsam mit der jungen Dichterin Mohaddeseh Hossini, die auch drei eigene Texte präsentieren wird, ausgewählte Vierzeiler in persischer Sprache vortragen. Der Schauspieler und Sprecher Carsten Bender liefert jeweils die deutsche Übersetzung.

Der Abend wird umrahmt und getragen von musikalischen Darbietungen der Musikgruppe „Delnavazan“ aus Münster. Das „Ensemble & Chor Delnavazan“ verzeichnet seit der Gründung im Jahr 2017 zahlreiche Auftritte in Münster und Umgebung unter der Leitung von Kamand Hadipour (Gesang, Setar). Der Chor bietet ein breites musikalisches Repertoire und arrangiert sowohl traditionelle persische Lieder als auch zeitgenössische Songs, die als Reaktion auf aktuelle Themen und Geschehnisse entstehen. Ihre Auftritte zeichnen sich durch eine starke Ausdruckskraft auf der Bühne aus und feiern das Leben. Das Publikum darf sich diesmal auch auf Vertonungen der Gedichte Omar Khayyams freuen!

Dies ist eine Veranstaltung der Kulturinitiative Coerde | Kulturinitiative Coerde

Was ist das Vorlese-Café?
Muttersprachlerinnen und Muttersprachler nehmen ihr Publikum mit auf eine Entdeckungsreise in andere Kulturen und literarische Welten. Die Zuhörerenden sind eingeladen, dem Klang der fremden Worte, Texte oder Musik zu lauschen und sich von unbekannten Sprachmelodien verführen zu lassen. Anschließend erfolgt die Übersetzung in die deutsche Sprache. Alle Veranstaltungen werden musikalisch begleitet. Kuratiert und moderiert wird das Vorlese-Café von der Gründerin Tanja Stermann.

Die junge Dichterin Mohaddeseh Hossini – Foto (c) Jörg Kersten – medlay.de

Anatole France. Eine Erinnerung

Musikalische Lesung mit Carsten Bender (Rezitation und Fassung) und Laurent Leroi (Akkordeon und Komposition) anlässlich des 100. Todestages des französischen Dichters Anatole France (1844-1924) im Rahmen der „Französischen Woche Heidelberg“

Am 12. Oktober 2024 vor 100 Jahren starb der französische Schriftsteller Anatole France, der am 16. April 1844 in Paris geboren und im Jahr 1921 mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde. Mit Gedichten, Erzählungen und Literaturkritiken machte er sich zunächst einen Namen, der Durchbruch gelang 1881 mit dem Roman Le Crime de Sylvestre Bonnard. Seine zunächst konservative Einstellung wandelte sich zunehmend zu antiklerikaler und humanitär-sozialistischer Gesellschaftskritik. Politisches Engagement – so anlässlich des Fehlurteils gegen Alfred Dreyfus – wurde zum wesentlichen Antrieb seines Schreibens. Die bissige und sarkastische Aufarbeitung französischer Geschichte und Gesellschaft gelang ihm 1908 in Die Insel der Pinguine. An den vielseitigen Literaten, glänzenden Stilisten und engagierten Geist erinnert diese musikalische Lesung mit dem Schauspieler Carsten Bender und dem Musiker Laurent Leroi.

Termin: Samstag, 12.10.2024, 17 Uhr

Ort: VÖLKERKUNDEMUSEUM DER JOSEFINE & EDUARD VON PORTHEIM-STIFTUNG (VPST) an der Universität Heidelberg, Hauptstraße 235, 69117 Heidelberg | Völkerkundemuseum Heidelberg

Eintritt: 15 € / ermäßigt 10 €
 
Veranstalter: Deutsch-Französisches Kulturzentrum e.V. | Deutsch-Französisches Kulturzentrum Heidelberg – Centre Culturel Franco-Allemand

Herzlichen Dank an Ulrike Kemna vom Deutsch-Französischen Kulturzentrum für die konzeptionelle Vorarbeit, die wertvollen Texthinweise sowie den oben stehenden Ankündigungstext!

 

 

Foto: Jörg Kersten

Foto: b7UE

Mit Laurent Leroi | laurentleroi.de und Carsten Bender im Dachbodensaal auf dem Rieselfeldhof;
Special Guest am Freitag: Walter Gödden

 

Verein zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V. präsentiert
Zwei französisch-deutsche Rezitationsabende mit Musik und Gesang

Freitag, 27. September 2024, 19:30 Uhr:
Die lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon – Nachdichtung: Paul Zech
mit Laurent Leroi (Akkordeon), Carsten Bender (Rezitation) und Walter Gödden (Einführung)

Samstag, 28. September 2024, 19:30 Uhr:
Die Gischt der Tage – Eine botanisch-tragische Liebesgeschichte von Boris Vian
mit Laurent Leroi (Akkordeon) und Carsten Bender (Rezitation)

Ort:
Dachbodensaal auf dem Rieselfeldhof, Coermühle 100, 48157 Münster

Eintritt:
jeweils 15,00 € normal/ 10,00 € ermäßigt (nur Abendkasse)

Veranstalter:
Verein zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V. | Verein zur Förderung von Schauspiel, Literatur und Sprache – Münster e. V.

Gefördert von:

Stiftung für Musik und Gesang – Surmund-Tremmel-Stiftung | Stiftung für Musik und Gesang

 

Kulturamt der Stadt Münster | Stadt Münster – Kulturamt

 

 

Zu den beiden Programmen:

Die lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon –
Nachdichtung von Paul Zech

Qu’est ce que que j’oy? – Ce suis je. – Qui? – Ton cueur
François Villon

Ich hänge schief vom Mond herab.
Paul Zech

Den Anstoß zu diesem Projekt gab – unwissentlich – der Schriftsteller Peter Kurzeck, der in einem seiner Erzählbücher schildert, wie er seinem Verleger ein paar Zeilen Villon nachts in einer Telefonzelle durch den Hörer sagt – Zeilen, die sich bei näherer Betrachtung als genuine Nachdichtungen Paul Zechs im Geiste Villons entpuppen.

Der Knopfakkordeonist Laurent Leroi und der Schauspieler Carsten Bender präsentieren Auszüge aus den François-Villon-Nachdichtungen des westfälischen Dichters Paul Zech. Walter Gödden gibt eine kurze literaturwissenschaftliche Einführung zu Leben und Werk Villons und Zechs.

Neben den deutschen Nachdichtungen erklingt Villon aber auch im französischen Original: Laurent Leroi interpretiert singend und spielend diverse Gedichte, eine Jargon-Ballade und die Debatte, die Villons Körper mit Villons Herzen führt.

Dauer:
60 Minuten

Die Entstehung dieses Programms wurde gefördert von:

LWL-Kulturabteilung | LWL-Kulturabteilung

 

Boris Vian
DIE GISCHT DER TAGE
Eine botanisch-tragische Liebesgeschichte

Aus Boris Vians berühmtesten Roman „Die Gischt der Tage“ (früherer Titel: „Der Schaum der Tage“) hat Schauspieler Carsten Bender die botanisch-tragische Liebesgeschichte zwischen Colin und Chloé herausdestilliert, in der Chloé eine weiße Lotusblume in der Lunge wächst und der Snob Colin auf medizinischen Rat hin durch Kauf unzähliger Blumen als Heilmittel peu à peu in den Ruin gerät.

Der Akkordeonist Laurent Leroi wird dazu Chansons von Boris Vian im französischen Original interpretieren, die mit der deutschen Lesefassung in enger Beziehung stehen, z. B. das politisch brisante und antimilitaristische Haltung zeigende „Le deserteur“, das seinerzeit in Frankreich für großes Aufsehen sorgte.

Die Kombination von Texten und Musik spiegelt auch die Vielseitigkeit des Künstlers Boris Vian wider, der Schriftsteller, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler, Übersetzer und Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philips war.

Dauer:
67 Minuten

Vortragsrechte:
Boris Vian
Gischt der Tage
A.d. Franz. von Frank Heibert
© 1979, 1996, 1998 Societé Nouvelle de Éditions Pauvert
© 1999 Librairie Arthème Fayard, pour l’édition en œuvres complètes
© 2017 für die deutsche Ausgabe: Verlag Klaus Wagenbach, Berlin

Die Recherche für dieses Projekt wurde gefördert durch ein GVL-Stipendium im Rahmen von NEUSTART KULTUR II.