Das Vorlese-Café auf Arabisch und Deutsch
mit einer Lesung aus dem Roman Der eiserne Grashüpfer von Salim Barakat (*1951)
Musik: Duo Andalusík – Cecilia Rubio Zamora (Violoncello), Samir Sfouk (Oud, Gesang)
Moderation: Tanja Stermann – Gründerin der Vorlese-Café-Reihe
Freitag, 10.Februar 2023,
Beginn um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:15 Uhr)
im Theaterraum des Begegnungszentrums Meerwiese, An der Meerwiese 25, 48157 Münster
Noch einige kostenlose Tickets bei Localticketing zu haben:
https://www.localticketing.de/events/30867-vorlese-cafe-auf-arabisch-und-deutsch
Salim Barakat wurde 1951 in Qamischli, im Nordosten Syriens, geboren. In den siebziger Jahren publizierte er seine ersten Gedichtbände, die ihn schon damals als eigenständigen, innovativen und wortgewaltigen Autor in der arabischen Literatur auszeichneten. Seitdem vergingen etwa 50 Jahre einer sehr produktiven schriftstellerischen Tätigkeit, in denen er zahlreiche Gedichtsammlungen und Prosawerke in arabischer Sprache veröffentlichte. Seit 1999 lebt Salim Barakat in Schweden.
Sein im Jahre 1980 erschienener Roman Der eiserne Grashüpfer sowie die Fortsetzung Die Spiele der jungen Hähne aus dem Jahre 1982 werden zu seinen autobiographischen Werken über seine Kindheit und Jugendzeit gerechnet.
Im Roman Der eiserne Grashüpfer erzählt Salim Barakat die Geschichte der Kindheit in einer syrischen Stadt nahe der türkischen Grenze aus der Sicht eines Kollektivs von kurdischen Kindern. In verschiedenen, assoziativ aneinandergereihten Bildern spiegeln sich historische Ereignisse der späten 50er und frühen 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, gesellschaftliche Veränderungen, Anstieg von Gewalt und Unterdrückung wider. Diese Kaskade der Gewalt und Verbote erreicht auch die Lebenswirklichkeit der Kinder.
„Du warst ein Kind ohne Kindheit. Der Anfang war eng.“ Poetische Bilder des alltäglichen Lebens wechseln sich ab mit Beschreibungen von Brutalität, Wut und Zerstörung. Trotz teilweise unglaublich erscheinender Episoden dieser Kindheit, weht durch das Werk auch eine sanfte Stimme des Autors, die in besonderer Weise und ohne große Erklärungen, auch die Unschuld dieser Kinder und ihre Verspieltheit zu skizzieren versucht.
Fatma Murad liest die ausgewählten Passagen aus dem Roman Der eiserne Grashüpfer in arabischer Sprache. Ich werde die Texte in deutscher Sprache vortragen.
Das Duo Andalusík – Cellistin Cecilia Rubio Zamora und Samir Sfouk (Oud und Gesang) – nehmen das Publikum mit auf eine Reise, bei der sich mehrere miteinander verwobenen Kulturen und Musiktraditionen begegnen. Mit eigenen Arrangements arabischer und kurdischer Lieder gestalten sie das Programm musikalisch und schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Veranstalterin
Die Kulturinitiative Coerde e.V., www.kultur-coerde.de
Weitere Vorlese-Café-Termine zum Vormerken
Freitag, 28.April 2023, 19:30 Uhr
Freitag, 16. Juni 2023, 19:30 Uhr
Das Konzept der Reihe
Muttersprachler*innen nehmen ihr Publikum mit auf eine Entdeckungsreise in andere Kulturen und literarische Welten: Eine Einladung, dem Klang der fremden Wörter, Texte oder Musik zu lauschen und sich von unbekannten Sprachmelodien verführen zu lassen. Anschließend erfolgt die Übersetzung in die deutsche Sprache. Alle Veranstaltungen werden musikalisch begleitet.

 

GLOSTER und die LWL-Literaturkommission für Westfalen präsentieren
Wir sanften Irren
Ein Theaterstück über den Dichter Peter Paul Althaus (* 28. Juli 1892 in Münster; † 16. September 1965 in München)

Peter Paul Althaus – oder PPA wie er sich nannte – zählt zu den schillerndsten Gestalten der deutschen Literaturgeschichte. In Münster geboren, war sein Hauptwirkungsfeld jedoch das Münchener Künstlerviertel Schwabing. Hier wurden die poetisch versponnenen Verse eines Lebenskünstlers und Wortakrobaten bejubelt, der unzählige Male auf dem Podium stand und selbst mehrere Kabaretts gründete.
PPAs eigentliches literarisches Vermächtnis bildet der hochpoetische Gedichtband In der Traumstadt (1951). Doch nur sieben Jahre später veröffentlichte er die Gedichtsammlung Wir sanften Irren, die in einer fiktiven psychiatrischen Anstalt spielt und vollständig andere Töne anklingen lässt. Das Theaterstück in der Regie von Manfred Kerklau arbeitet auf der einen Seite – auch kritisch – Lebensstationen eines virtuosen Dichters auf, der zu den ganz Großen des literarischen Kabaretts gezählt werden kann, und inszeniert auf der anderen Seite eine Auswahl der Rollengedichte aus dem Sanften-Irren-Band, zum Beispiel von Lukas, der den ganzen Tag herumläuft und fragt: „Lukas, wo bist du?“

Ein Theatermonolog, ergänzt um Visuals, Soundeinspielungen und Kostümdesign.

Vorerst letzte Aufführung
Freitag, 3. Februar 2023, 18 Uhr
im Rahmen der Vernissage der Ausstellung outside | inside | outside – Literatur und Psychiatrie, die um 17 Uhr im selben Raum beginnt!

Ort
Abtei Marienmünster – Schafstall
Abtei 3
37696 Marienmünster

Dauer ca. 55 Minuten

Credits
Schauspiel: Carsten Bender
Regie: Manfred Kerklau
Skript und Dramaturgie: Walter Gödden
Sounddesign: Hirzel Hirzelnsen
Video Stage Design: Anja Kreysing
Kostüm: Bettina Zumdick
Maskenbild: Sabine Schubert
Graphikdesign: Miriam Benassi/medlay.de
Photographie: Jörg Kersten/medlay.de

Eine Produktion von GLOSTER im Auftrag der LWL-Literaturkommission für Westfalen
im Rahmen von outside | inside | outside – Literatur und Psychiatrie:
Ein intermediales Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen und zahlreicher Netzwerkpartner

Gefördert von Kulturamt der Stadt Münster, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und
LWL-Kulturstiftung

Unterstützt von Kunsthaus Kannen und Kulturgut Haus Nottbeck

Herzlichen Dank an Hans Althaus und Günter Rohkämper-Hegel!

GLOSTER 2022 und 2023.

Foto: Dirk Bogdanski

Foto: Kirsten Faust

Hartmann & Konsorten präsentieren
Serhij Zhadan
Antenne

Lesung in der BLACK BOX in Münster
mit Pitt Hartmann & Carsten Bender

Der diesjährige Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, der schwere Waffen für sein Land fordert: das ist der ukrainische Dichter, Musiker und Sänger Serhij Zhadan.
Er lebt heute in Charkiw, ist im Donbass geboren und kennt den Dauerbeschuss des zivilen Lebens seit 2014. „Wer braucht schon Bücher im Krieg?“ fragt er.
Pitt Hartmann und Carsten Bender lesen aus seinem Gedichtband „Antenne“ (2020) und machen spürbar, dass Gedichte auch einen Ort haben, an dem sie geschrieben werden und dass Interpretationen nur gewinnen können, wenn sie diesen zu den Texten hinzudenken. Zhadans Antennen haben schon früh die Anwesenheit des damals noch künftigen Krieges eingefangen.

Sonntag, 27. November 2022, 18  Uhr
BLACK BOX, Achtermannstraße 10 – 12
48143 Münster

Tickets
12/8 €, tickets

Dauer: ca. 45 Minuten

Es lesen:
Carsten Bender & Pitt Hartmann
Textfassung: Mechtild Janssen

Rechte:
Lesung mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlag.
Serhij Zhadan, „Antenne. Gedichte“, aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe © Suhrkamp Verlag AG, Berlin 2020.
Serhij Zhadan, „Big Mäc. Geschichten“, aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe © Suhrkamp Verlag AG, Berlin 2011.

Eine Produktion von Hartmann & Konsorten
Gefördert durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster

Dank an Erhard Hirt!

Foto: Kirsten Faust

Hartmann & Konsorten präsentiert
Serhij Zhadan
Antenne

Openair-Lesung am Hawerkamp
mit Pitt Hartmann & Carsten Bender

Der diesjährige Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, der schwere Waffen für sein Land fordert: das ist der ukrainische Dichter, Musiker und Sänger Serhij Zhadan.
Er lebt heute in Charkiw, ist im Donbass geboren und kennt den Dauerbeschuss des zivilen Lebens seit 2014. „Wer braucht schon Bücher im Krieg?“ fragt er.
Pitt Hartmann und Carsten Bender lesen aus seinem Gedichtband „Antenne“ (2020) und machen spürbar, dass Gedichte auch einen Ort haben, an dem sie geschrieben werden und dass Interpretationen nur gewinnen können, wenn sie diesen zu den Texten hinzudenken. Zhadans Antennen haben schon früh die Anwesenheit des damals noch künftigen Krieges eingefangen.

Sonntag, 18. September 2022, 15 Uhr
im Gärtchen schräg gegenüber der Ausstellungshalle am Hawerkamp 34 in Münster
– bei schlechtem Wetter indoor!

Eintritt frei – Spenden möglich

Dauer: ca, 45 Minuten

Es lesen:
Carsten Bender & Pitt Hartmann
Textfassung: Mechtild Janssen

Rechte:
Lesung mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlag.
Serhij Zhadan, „Antenne. Gedichte“, aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe © Suhrkamp Verlag AG, Berlin 2020.
Serhij Zhadan, „Big Mäc. Geschichten“, aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe © Suhrkamp Verlag AG, Berlin 2011.

Eine Produktion von Hartmann & Konsorten
Gefördert durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster

Dank an Hans Salomon und den Hawerkamp 31 e. V.

Das Vorlese-Café in rumänischer und deutscher Sprache – nach einer Idee von Tanja Stermann
Lesung der ausgewählten Gedichte von Nichita Stănescu (1933-1983)

Musik: Asteria Trio – Margarita Cherenkova (Saxophon), Ching-Yi Chan (Klavier), Berfin Karagüzel (Cello)

am 2.09.2022, Beginn um 19.30 Uhr (Einlass ab 19.15 Uhr)

im Theaterraum des Begegnungszentrums Meerwiese, An der Meerwiese 25, 48157 Münster

Kostenlose Tickets bald über localticketing erhätlich!

Nichita Stănescu (1933-1983) stammt aus dem rumänischen Ploieşti, die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Bukarest. Er war Lyriker, Essayist und Übersetzer und gilt als einer der bedeutendsten rumänischen Dichter der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Seine Dichterstimme fand seit dem Erscheinen seiner ersten Gedichte im Jahr 1957 große Beachtung und brachte einen neuen Ton in die rumänische Lyrik.

Der Dichter arbeitete als Literaturredakteur und veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, die in mehrere Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern ausgezeichnet wurden,B. 1976 mit dem Herder-Preis in Wien. 1980 war Nichita Stănescu für den Nobelpreis nominiert.

Loredana Lazar liest ausgewählte Gedichte von Nichita Stănescu in rumänischer Sprache, ich in deutscher Übersetzung.

Das Publikum darf sich auch auf ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles musikalisches Programm freuen mit dem Trio Asteria – Saxophonistin Margarita Cherenkova, Pianistin Ching-Yi Chan und Cellistin Berfin Karagüzel.

Das Asteria Trio erobert die Publikumsherzen mit seinem künstlerischen Programm, seinem großen Elan, ansteckender Freude und Spiellust. Das Repertoire der jungen Künstlerinnen umfasst sowohl klassische Stücke als auch moderne Musik.

Der Abend wird moderiert von der Erfinderin der vielsprachigen Vorlese-Café-Reihe: Tanja Stermann.

Veranstalterin:
Die Kulturinitiative Coerde e. V. www.kultur-coerde.de

Veranstaltungsort:

Theater in der Meerwiese

An der Meerwiese 25

48157 Münster

Foto: Jörg Kersten

Wieder mit Thomas Thieme, Arthur Thieme und Julia von Sell und vielen anderen – das genaue Programm folgt auf einer separaten Website, die eigens für die Rieselfelder Kulturtage von Jörg Kersten und Miriam Benassi von medlay.de neu erstellt wurde:Rieselfelder-Kulturtage

 

Herzlichen Dank!

 

Der amtliche Kafka – Teil 1
BEIM BAU DER CHINESISCHEN MAUER

Gartenlesung mit Carsten Bender

Gefördert durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen.

Graphikdesign: Miriam Benassi/medlay.de
Photographie: Jörg Kersten/medlay,de

Herzlichen Dank für ihre große Gastfreundschaft an Tanja Stermann und ihre Familie.

Photo: Jörg Kersten/medlay.de

Photo: Jörg Kersten/medlay.de

Photo: Jörg Kersten/medlay.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GLOSTER und die Literaturkommission für Westfalen zeigen
Jenny Aloni – Leben | Werk | Wirkung einer jüdischen Schriftstellerin
Dialogische Lesung mit Walter Gödden und Carsten Bender

»Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein«.
Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Jenny Aloni (1917-1993)

Die in Paderborn geborene jüdische Autorin Jenny Aloni gilt als „bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerin ihrer Generation in Israel“ und zählt zu den wichtigsten deutschen Exilautorinnen überhaupt. Aloni verfasste Gedichte, Erzählungen und Romane und führte fast lebenslang ein Tagebuch. Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals fand Jenny Aloni eine eigene, ausdrucksstarke Sprache. Sie war eine beispielhafte, starke Persönlichkeit, die ihre individuelle und gesellschaftliche Situation literarisch verarbeitete und damit zukünftigen Generationen „Bericht gab“ über die an Juden verübten Verbrechen. Für Aloni galt die Lebensmaxime: Man darf sich nicht entmutigen lassen, man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Eine dialogische Lesung mit dem Literaturwissenschaftler Walter Gödden und dem Schauspieler Carsten Bender.

Mittwoch, 9. März 2022, 17 Uhr
im Zeitungslesesaal der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster

Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 2G-plus-Regel. Es besteht Maskenpflicht auch am Sitzplatz.
Der Eintritt ist frei.

Bitte melden Sie sich vorher an unter Tel. 02 51/4 92-42 42 oder per Mail an buecherei(at)stadt-muenster.de.

 

© Die Lesung der Texte Jenny Alonis erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Universitätsarchivs Paderborn, wo sich der Nachlass Jenny Alonis befindet.

Eine Produktion von GLOSTER in Kooperation mit der LWL-Literaturkommission für Westfalen.

Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr „#2021 JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ unterstützt werden.

Herzlichen Dank an Anikó Szabó, Uri-Robert Kaufmann und Günter Rohkämper-Hegel!

GLOSTER 2021 und 2022.

 

 

 

 

 

GLOSTER und die LWL-Literaturkommission für Westfalen präsentieren
Wir sanften Irren
Ein Theaterstück über den Dichter Peter Paul Althaus (* 28. Juli 1892 in Münster; † 16. September 1965 in München)

Peter Paul Althaus – oder PPA wie er sich nannte – zählt zu den schillerndsten Gestalten der deutschen Literaturgeschichte. In Münster geboren, war sein Hauptwirkungsfeld jedoch das Münchener Künstlerviertel Schwabing. Hier wurden die poetisch versponnenen Verse eines Lebenskünstlers und Wortakrobaten bejubelt, der unzählige Male auf dem Podium stand und selbst mehrere Kabaretts gründete.
PPAs eigentliches literarisches Vermächtnis bildet der hochpoetische Gedichtband In der Traumstadt (1951). Doch nur sieben Jahre später veröffentlichte er die Gedichtsammlung Wir sanften Irren, die in einer fiktiven psychiatrischen Anstalt spielt und vollständig andere Töne anklingen lässt. Das Theaterstück in der Regie von Manfred Kerklau arbeitet auf der einen Seite – auch kritisch – Lebensstationen eines virtuosen Dichters auf, der zu den ganz Großen des literarischen Kabaretts gezählt werden kann, und inszeniert auf der anderen Seite eine Auswahl der Rollengedichte aus dem Sanften-Irren-Band, zum Beispiel von Lukas, der den ganzen Tag herumläuft und fragt: „Lukas, wo bist du?“

Ein Theatermonolog, ergänzt um Visuals, Soundeinspielungen und Kostümdesign.

Aufführungen:
Freitag, 1. Juli 2022, 20 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch
Sonntag, 3. Juli 2022, 18 (!) Uhr
im Kleinen Bühnenboden, Schillerstraße 48a, 48155 Münster | www.derkleinebuehnenboden.de

Tickets
für Freitag: ticketpay
für Sonntag: ticketpay

Dauer ca. 55 Minuten

Credits
Schauspiel: Carsten Bender
Regie: Manfred Kerklau
Skript und Dramaturgie: Walter Gödden
Sounddesign: Hirzel Hirzelnsen
Video Stage Design: Anja Kreysing
Kostüm: Bettina Zumdick
Graphikdesign: Miriam Benassi/medlay.de
Photographie: Jörg Kersten/medlay.de

Eine Produktion von GLOSTER im Auftrag der LWL-Literaturkommission für Westfalen
im Rahmen von outside | inside | outside – Literatur und Psychiatrie:
Ein intermediales Projekt der LWL-Literaturkommission für Westfalen und zahlreicher Netzwerkpartner

Gefördert von Kulturamt der Stadt Münster, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und
LWL-Kulturstiftung

Unterstützt von Kunsthaus Kannen und Kulturgut Haus Nottbeck

Herzlichen Dank an Hans Althaus und Günter Rohkämper-Hegel!

GLOSTER 2022.

(c) Manfred Kerklau

Annette von Droste-Hülshoff, Daguerreotypie, Friedrich Hundt, Foto: Carsten Bender

„Große Schwermuth, mit Furcht vor einer Gemüthskrankheit …“
Psychische Krisen im Leben und Werk Annette von Droste-Hülshoffs

Der Schauspieler und Rezitator Carsten Bender und der Literaturwissenschaftler Walter Gödden stellen in einer dialogischen Lesung eine weithin unbekannte Seite der Autorin Annette von Droste-Hülshoff vor. Diese litt zeitlebens unter schweren psychischen Krisen, die Eingang in ihre Briefe und literarischen Texte fanden.

Mittwoch, 20. April 2022, 19 Uhr
Kunsthaus Kannen | kunsthaus-kannen.de
Alexianerweg 9
48163 Münster

Eintritt frei

Die Literaturkommission für Westfalen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) richtet mit zahlreichen Partnern 2022 und 2023 das Projekt outside | inside | outside – Literatur und Psychiatrie aus. Im Vordergrund steht dabei die sogenannte Outsiderkunst, also Kunst von gesellschaftlichen „Außenseiter:innen“ und Laien, besonders von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung.
Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Darstellung psychischer Krisen in Texten kanonischer und zeitgenössischer Autor:innen Westfalens, aber auch an den Rändern und abseits des literarischen Feldes.

Mehr zum Projekt
lieratur-und-psychiatrie

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
sowie durch die LWL-Kulturstiftung.

 

Foto: Peter Hartmann

Saša Stanišić
Fallensteller
Lesung mit Pitt Hartmann & Carsten Bender

Die Erzählung Fallensteller ist eine Fortschreibung des Romans Vor dem Fest (Preis der Leipziger Buchmesse 2014). Zwei Jahre nach dem Fest taucht ein Fallensteller „hinten Zopf, vorne Glatze, schwarzer Mantel mit hohem Kragen wie aus einem Jahrhundert, in dem die Männer ‚Beinkleider‘ trugen“ im uckermärkischen Fürstenfelde auf und soll sich um allerlei Plagen kümmern: um Problemwölfe, um Ratten, um traurige Kinder und auch noch um Neonazis. Er verspricht den Leuten, ihre Konflikte und Probleme zu lösen, er spricht in Reimen und verbreitet produktive Unruhe im Dorf. Seine seltsamen Fallen sind aus „Sprache, Mut und Zauberei“ gemacht. In die schön schräge Erzählung schmuggelt sich der Autor in ironischer Selbstreferenz als den „verweichlichten Jugo-Schriftsteller“ , der eine Zeit lang im Dorf war, seinen Geschichten zugehört und sie aufgeschrieben hat, was dem Dorf jetzt Literaturtouristen beschert, „die auf den Spuren des Buches angeradelt kommen“.
Hartmann & Konsorten sind dabei und bringen die magische erzählerische Performance von Saša Stanišić auf die Lesebühne.

Samstag, 30. April 2022, 20 Uhr
BLACK BOX
cuba cultur
Achtermannstr. 10 – 12
48143 Münster

Eintritt: 12/8 €, tickets

Es lesen: Carsten Bender & Pitt Hartmann
Textfassung: Mechtild Janssen
Rechte: Saša Stanišić, Fallensteller
© 2016 Luchterhand Literaturverlag, München, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Eine Produktion von Hartmann & Konsorten
Gefördert durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster
Herzlichen Dank an Erhard Hirt!